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07.Februar 2012, 07:11
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Das deutsche Chuck-Palahniuk-Forum
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Präsentation über Fight Club
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Autor
Thema: Präsentation über Fight Club (Gelesen 6510 mal)
0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.
8877
Weltraumaffe
Offline
Beiträge: 3
Präsentation über Fight Club
«
am:
07.Mrz 2005, 18:41 »
hi
also ich hätt gern diese paar sachen gewusst:
1. wie spricht man chuck palahniuk aus?
2. Wieviele und welche Werke hat er verfasst?
3. in welcher/m form/stil ist fight club geschrieben?
4. wo genau findet das schauspiel statt?
5. könntet ihr die drei charaktere: tyler durden, jack, marla singer kurz beschreiben damit man sich ein bild von ihnen machen kann.
6 wieso hat er dieses buch geschrieben? was sind die hintergründe? was war anlass dazu?
7.was sind die unterschiede zwischen film und buch?
8.wahat das zitat - ich bin jacks grinsende rache zu bedeuten? könntet ihr auch andere zitate interpretieren.
9. soviel ich verstanden habe, spieltmarla eine sehr wichtige rolle, weil sie eigentlich durch ihr erscheinen in den selbsthilfegruppen sozusagen alles vermasselt hat. was sagt ihr dazu.
danke im vorraus
MfG
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barbara
Mrs. Mancinis Anwalt
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Beiträge: 42
Hallo? Erst lesen, dann Vorträge halten!
«
Antworten #1 am:
07.Mrz 2005, 18:56 »
Hallo, guter Mann,
ich glaube dir wäre sehr geholfen das Buch überhaupt erst mal zu LESEN. Dann erledigen sich vielleicht schon ein paar von deinen Fragen. Und den Film gibt es auch in jeder Videothek.
Und den Rest deiner Frage werden teilweise schon auf dieser Webseite beantwortet, also einfach mal genauer hinschauen.
Und warum Chuck dieses Buch geschrieben hat?
Zwei seiner Manuskripte waren bereits abgelehnt worden, weil sie angeblich zu offensiv waren.
Alles sagte sich Chuck, hey ich werde eh nie veröffentlicht, also kann ich es auch noch viel schlimmer machen. Und daraus wurde Fight Club.
Chucks persönlicher "anthrax letter" an das Verlagswesen.
"YOU DIE NOW"
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8877
Weltraumaffe
Offline
Beiträge: 3
Präsentation über Fight Club
«
Antworten #2 am:
07.Mrz 2005, 19:55 »
danke für deine antwort
hätte ich noch zeit das buch zu lesen würde ich glaub ich nichts in dieses forum posten.
habe mir gedacht, dass es genug leute die es schon gelesen haben.
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K-Man
Elder Branson
Offline
Geschlecht:
Beiträge: 79
Präsentation über Fight Club
«
Antworten #3 am:
07.Mrz 2005, 20:44 »
glaubst du andere haben lust deine hausaufgaben zu machen?
wir könnten dir echt mal auf Tender Brenson's weise etikette beibringen (schade, dass du diesen witz nicht verstehst)
also gut, bei einer frage helfe ich dir:
fight-club ist im stil des neo-nihilismus gehschrieben, und das wirklich besondere und aussergewöhnliche an dem ganzen buch ist die erzähler perspektive, weil es sich um den ich-erzählers einer multiplen persönlichkeit handelt, also gleichzeitig dem er-erzähler!
und, hast du das gefühl vorzeitig erleuchtet zu sein?
das grad war totaler bullshit, und warum konnt ich dir den erzählen und warum glaube ich, dass du das gelaubt hättest? und vielleicht auch so vorgetragen?
weil du keine ahnung hast!
tylers worte aus meinem mund - dabei war ich mal so ein netter kerl gewesen
kommt drauf an, ob du vor einem publikum sprichst, was von dem buch genauso wenig ahnung hat wie du, dann könntest du dir ja den spass machen, und denen die hucke volllügen, bis du dir das lachen nicht mehr verkeufen kannst - das wäre so richtig schön tylermäßig
die sitzen teilnahmslos da und hören sich deinen blödsinn an und nehmen das für bare münze - das ist genau das, worauf die medienkritik abzielt, die bei palahniuk deutlich wird
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Alles was man nicht versteht, kann man deuten, wie man will.
8877
Weltraumaffe
Offline
Beiträge: 3
Präsentation über Fight Club
«
Antworten #4 am:
07.Mrz 2005, 20:54 »
ha?
zu hoch für mich.
irgendwie werde ich das gefühl nicht los, dass ich hier grad als idiot abgestempelt wurde.
ich check mal das buch durch, sammle noch nbisschen erfahrung und poste dann nochmal!
klar hat keiner lust auf meine hüs, aber dich hat ja auch keiner gebeten zu helfen - hast du aber trotzdem. thx
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K-Man
Elder Branson
Offline
Geschlecht:
Beiträge: 79
Präsentation über Fight Club
«
Antworten #5 am:
07.Mrz 2005, 21:30 »
mal klartext:
so wie deine fragen gestellt waren, ist es sehr einfach zu erkennen, dass du das buch nicht gelesen hast,
ich behaupte mal, dass warscheinlich jeder bereit wäre dir zu helfen, aber keiner lust dazu hat, deine hausaufgaben zu machen
und es macht wohl nur wenig sinn mit dir drüber zu reden, wenn du davon keine ahnung hast, und du willst dann einfach wieder geben was wir dir erzählen? der vortrag kann nur schlecht werden
es sei denn du weißt, dass sein publikum noch weniger ahnung davon hat als du, dann könntest du dir den spass machen, den ich schon angedeuet habe, und denen den größen unfug erzählen (sag mal, vor welchen publikum wirst du reden)
nimm meinen vorherigen beitrag nicht zu ernst, ist nicht böse gemeint, sollte dir einfach nur zeigen, dass es unumgänglich ist, das buch zu lesen
erst recht, weil's doch eine starke kritik an die konsumgesellschaft beinhaltet und was du hier ursprünglich vorhattest war genau das: konsum, blinder konsum von wissen, was andere für dich erarbeiten sollten (wir ehrlich arbeitenden ureinwohner von...irgendwo
)
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Alles was man nicht versteht, kann man deuten, wie man will.
Zen
Jacks Defizit an Überraschungen
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Beiträge: 22
Re: Präsentation über Fight Club
«
Antworten #6 am:
07.Mrz 2005, 21:39 »
Zitat von: "8877"
hi
hi
mein bruder hat ein referat für die schule über das buch gemacht. er hatte es an drei mittage durch. wenn du soviel zeit nichtmehr hast frage ich mich, seit wann du weißt, dass du ein referat über ein buch machen musst, dass du noch nicht gelesen hast.
schau den film. wenn dus doch noch schaffst, ließ das buch. die beiden weichen nämlich voneinander ab.
wenn du diese hürde genommen hast, nehme ich die nächste hürde und helfe dir.
m.-
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leben macht Dich groß]
JohnnyJustice
Moderator
Präsident der Chase Manhatten Bank
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Beiträge: 175
Präsentation über Fight Club
«
Antworten #7 am:
09.Mrz 2005, 12:35 »
Also das ist wirklich amüsant das hier.
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under!
Was gibt's für herrliche Geschöpfe hier!
Wie schön der Mensch ist. Schöne, neue Welt,
Die solche Bürger trägt!
barbara
Mrs. Mancinis Anwalt
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Beiträge: 42
Präsentation über Fight Club
«
Antworten #8 am:
09.Mrz 2005, 20:03 »
Seh ich genauso. Langsam wird´s lustig. :lol:
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katabeth
Mrs. Mancinis Anwalt
Offline
Beiträge: 32
Präsentation über Fight Club
«
Antworten #9 am:
14.Mrz 2005, 14:57 »
Hi,
da es inzwischen 5 Tage her ist, dass hier rumgepostet wurde, nehme ich mal an, dass das Referat schon gehalten wurde, so dass ich hier nicht wirklich deine Hausaufgaben mache... :wink:
Ich glaube du wärst übrigens besser gefahren das Buch gleich zu lesen - ich hab glaub ich 2 Stunden dafür gebraucht - anstatt erst nach diesem Forum zu suchen, dir die Mühe zu machen dich anzumelden und die Fragen reinzuwerfen und dich zur Zielscheibe zu machen - aber mal ganz davon ab.
Falls es dich auch nach deinem Referat interessiert - will ich mal die ein oder andere Frage im Nachhinein beantworten. Und natürlich auch für alle anderen was vielleicht interessantes zum lesen reinwerfen - wen es interessiert.
Der Stil wird Minimalismus genannt. Palahniuk basiert seine Prosa auf Verben und versucht Adjektive möglichst zu meiden, was ungewöhnlich ist und seinen ganz eigenen Stil ausmacht. Dadurch werden seine Texte sehr schnell und bekommen einen gewissen Rhythmus, der oft mehr an Lyrik als an Prosa erinnert. Auch arbeitet er viel mit Wiederholungen und ähnlichen Satzstrukturen, die immer wiederkehren. Er schreibt ausserdem immer in der ersten Person und im Präsens (ausser in Diary - wo er versucht die zweite Person durchzuhalten - obwohl das ganze natürlich im Endeffekt doch Mistys Geschichte - und somit eine erste Person - ist.... aber das nur am Rande) - ebenfalls ungewöhnlich - aber ein Stil, den er mit einigen Blank Fiction Autoren, wie bsp. Bret Easton Ellis teilt. Dadurch bekommt der Text eine ganz bestimmte eingeschränkte Perzeption und es gibt einen Erzähler, der für den Text verantwortlich ist. Soll heissen, dass die Welt so komplex ist, dass man gar nicht erst so tun soll - über einen allwissenden Erzähler in der dritten Person beispielsweise - als würde man diese Komplexität erzählen können. Schlagwort: There is no one story. Man entscheidet sich also für eine erzählbare eingeschränkte unzuverlässige Erzählweise - typisch für post-postmoderne Autoren - unter die auch die Blank Generation oder der New Journalism fallen.
Palahniuk hat den Text zum einen wie schon gesagt wurde als Reaktion auf abgelehnte Texte geschrieben. Er hat sich durch das Gefühl sowieso nie veröffentlicht zu werden, die Freiheit genommen unzensiert zu schreiben und ohne sich entschuldigen zu müssen. Die meisten Autoren schreiben mit ihren Lektoren und ihren Lesern im Hinterkopf - und zwar auf kommerzielle Weise, was zu einer gewissen Schemenhaftigkeit und Verfälschtheit führt. Für Palahniuk ist die Veröffentlichung jedoch unwichtig - der Process des Schreibens an sich ist das wichtige. Bret Easton Ellis hat das mal als "Masturbating at your desk" beschrieben. Als eine egoistischen Akt.
Der Ursprung von Fight Club war, dass Palahniuk am Ende eines Camping Urlaubs in einen Fight geraten ist und am nächsten Tag mit einem völlig zermatschten Gesicht bei der Arbeit aufgetaucht ist. Niemand war bereit ihn dannach zu fragen, sondern man ignorierte die Verletzungen einfach. Daraufhin kam Palahniuk die Idee, dass wenn man nur schlimm genug aussehen würde, dass das einem die Freiheit geben würde alles zu tun, weil einen niemand daraufansprechen würde.
Okay - soweit erstmal - solltest du dich für weitere Dinge noch interessieren, dann meld dich einfach mal - bin gern bereit zu helfen - gilt auch für alle anderen - aber die Reaktionen auf deine ursprünglichen Post sollten dir eine Lehre sein :wink: - okay - da fühlen sich alle nur ausgenutzt...
Liebe Grüße,
Katabeth
P.S.: Bin hier nur gerade in so ein Gelabber gekommen, weil ich mich vorm nächsten Abschnitt meines Fight Club-Kapitels drücke und gestern meinen Abschnitt über Palahniuks Poetik fertiggeschrieben habe.... Hab grade keinen Bock!!!! :shock:
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