Das deutsche Chuck-Palahniuk-Forum
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Autor Thema: lasst bloß die finger von...  (Gelesen 7305 mal)
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inferninho
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the things you own end up owning you


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« am: 31.Juli 2008, 10:27 »

mir ist aufgefallen, dass es hier noch keine rubrik für schlechte bücher gibt. ich finde das sollte sich ändern, da es ja nicht nötig ist, seine zeit mit büchern zu verschwenden die schrott sind und vor denen man warnen kann.

ich fang also mal an....

lest bloß nicht american skin

"Was Irvine Welshs "Trainspotting" für Großbritannien war, ist Don De Grazias "American Skin" für die USA: Ein schonungsloses Buch, das Amerika von unten schildert, poetisch und roh zugleich. Der 17jährige Alex Verdi flieht vor der Polizei und schließt sich in Chicago einer Gang multikultureller Skins an, die die ursprünglichen Skinhead-Ideale leben. Dort lernt er Liebe und Loyalität kennen - und hemmungslosen Haß." (klappentext)

hört sich alles gut an, aber wenn das der amerikanische welsh ist, dann stehts schlechter um die USA als ich dacht...
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Tyler Durden
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« Antworten #1 am: 31.Juli 2008, 11:13 »

Von Dean Koontz habe ich jetzt um die 5 Bücher gelesen und außer "Intensity" waren sie alle sehr übel.
Am meisten nervt mich sein Hunde-Fetisch, denn er muss auch wirklich immer überkluge Hunde einführen, die nicht nur jedes Wort ihres Herrchens verstehen, sondern auch noch scheinbar Hunderte von Gesichtsausdrucken haben können. Also in etwa so, dass der Hund dann auch "nachdenklich", "vorwurfsvoll" oder "hinterfragend" aussehen kann...
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Charlie
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« Antworten #2 am: 31.Juli 2008, 12:16 »

Hände weg von John Banville. Ist mir schleierhaft, wie er den begehrten Booker Prize gewinnen konnte. Habe drei seiner Bücher gelesen (darunter war allerdings nicht das Buch, welches den Booker Prize gewonnen hat!) und alle waren sie gähnend langweilig. Immer wieder erstaunlich, wie man aus sehr schönen Ansätzen Stuß zusammenbrauen kann. Mir ist noch kein Autor unter die Finger gekommen, der so viel um den heißen Brei herumreflektiert. Was er auf 300 Seiten bannt könnte Palahniuk auf 30 geladene Seiten kürzen! Bloß nicht anfassen...
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« Antworten #3 am: 31.Juli 2008, 15:09 »

Zitat
Von Dean Koontz habe ich jetzt um die 5 Bücher gelesen und außer "Intensity" waren sie alle sehr übel.
Am meisten nervt mich sein Hunde-Fetisch, denn er muss auch wirklich immer überkluge Hunde einführen, die nicht nur jedes Wort ihres Herrchens verstehen, sondern auch noch scheinbar Hunderte von Gesichtsausdrucken haben können. Also in etwa so, dass der Hund dann auch "nachdenklich", "vorwurfsvoll" oder "hinterfragend" aussehen kann...

Lol...da haste Recht. Ich mag Dean Koontz auch überhaupt nicht.
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When did the future switch from being a promise to being a threat?
inferninho
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« Antworten #4 am: 01.August 2008, 09:13 »

was man auch auf keinen fall lesen sollte ist 11 minuten von coelho. ich hab nach ca. 100 seiten entnervt aufgegeben...
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FertilityHollis
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« Antworten #5 am: 04.August 2008, 13:43 »

danke für die tipps, zum glück hab ich bisher noch keines der genannten bücher gelesen

da ich wirklich sehr viel lese, war auch schon viel schlechtes darunter

das aller aller allerschlechteste bisher jedoch war
"uns verbrennt die Nacht- ein Roman mit Jim Morrison"
Wer auf absolute sinnfreie, stilitsich schlecht geschrieben vergewaltigungs- und missbrauchsbeschreibungen steht (auch noch auf lustig gemacht haha) der sollte das lesen. Ansonsten gibt das buch nichts her und eine Aussage konnte ich dahinter auch nicht erkennen.

Daneben fand ich das hochgelobte "P.S. ich liebe dich" eher mäßig. Die Idee war zwar nett, stilistisch hätte das meiner Meinung nach ein 5. Klässler besser rüberbringen können.

falls mir noch was einfällt poste ich es hier:)
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Was, wenn die Wirklichkeit auch nur eine Krankheit ist? C.P.
inferninho
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« Antworten #6 am: 15.September 2009, 17:34 »

dharma punk von noah levine. ich habe das buch geschenkt bekommen und habe nach ca. 150 seiten entnervt aufgegeben.  die übersetzung ist die hölle und hat es sich zur aufgabe gemacht, ziemlich jeden im buch vorkommenden englischen  slogan mit einer fußnote zu versehen und im anhang zu übersetzen und umschreibungen zu geben. allerdings kann man dem mann wahrscheinlich keinen vorwurf machen, schafft es der autor doch beispielsweise, in zwei abschnitten viermal den begriff rigoros clean unterzubringen (das kriegt man in der grundschule schon in aufsätzen als wiederholungsfehler angestrichen)...

naja, finger weg halt....
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MustrumRidcully
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« Antworten #7 am: 03.Oktober 2009, 19:44 »

catch 22. einfach n scheißbuch. Sch***e geschrieben und macht null laune.
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« Antworten #8 am: 23.Januar 2010, 07:31 »

was man auch auf keinen fall lesen sollte ist 11 minuten von coelho. ich hab nach ca. 100 seiten entnervt aufgegeben...

Wer noch Resthirn hat, sollte um Coelho ganz generell den weitestmöglichen Bogen machen.

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« Antworten #9 am: 18.September 2010, 19:02 »

.... Jack Ketchum !
Der kann einem echt die Freude am lesen verderben. Total humor- und sinnlos. Extrem langweiliger Aufbau der Geschichten, passieren tut erst nach 80 Seiten was und das was dann kommt is völlig sinnfreie Quälerei auf Teufel komm raus. Bin normal echt n´großer Horrorfan, aber das ist dermaßener Müll, das ich´s kaum beschreiben kann. So in etwa wie so´n echt abstossender Gewaltporno.
Kein Vergleich auch mit Palahniuks "Kolonie" die mir echt Spaß bereitet hat und da geht´s ja auch sehr heftig zu.
Keine Ahnung wem sowas gefällt oder warum ein Stephen King den so hoch lob - ein Rätsel.
Hab zwei Romane von dem durch und fühlte mich jedesmal um meine Zeit betrogen, nun geb ich´s auf, ab ins eBay mit dem ....

Is nur meine Meinung.
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Tyler Durden
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« Antworten #10 am: 20.September 2010, 17:22 »

Welche zwei Bücher hast du denn von ihm gelesen? Also "Beutezeit", "Beutejagd" und "Amokjagd" sind wirklich platt und sinnlos, aber "Evil" fand ich gut, und "Blutrot" soll sehr gut sein, ist aber kein Horror, sondern ein Drama. Der Film hat mir jedenfalls gefallen.
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« Antworten #11 am: 23.September 2010, 11:25 »

Habe die beiden "Beute-Romane" gelesen;  und von meiner Schwester hab ich gehört das sie bei "Evil" irgendwann an einen Punkt kam,
an dem sie nicht weiterlesen wollte, weil´s da nur darum gehen soll das ein kleines Mädchen in einem Keller bestialisch gefoltert wird.
Ich steh ja eigentlich total auf Metzelsachen aber Ketchum bringt das so trocken das es (mich) einfach nur nervt, schließe dabei aber nicht aus das es anderen gefallen mag.
Geschmackssache.

Im Vergleich zu unser aller Held Chuck P. (oder auch Stephen King od. Clive Barker) kann Ketchum jedenfalls keinen Millimeter an Boden gewinnen -
 Palahniuk etwa kann durchaus überbrutal sein und doch ist es durch seinen Stil einfach aufregend zu lesen.

Was mich noch interessieren würde ist wie Richard Laymon so schreibt?  Sind ja nach seinem Tod ne Menge Romane in Deutschland erschienen


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Tyler Durden
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« Antworten #12 am: 23.September 2010, 19:52 »

Habe die beiden "Beute-Romane" gelesen;  und von meiner Schwester hab ich gehört das sie bei "Evil" irgendwann an einen Punkt kam,
an dem sie nicht weiterlesen wollte, weil´s da nur darum gehen soll das ein kleines Mädchen in einem Keller bestialisch gefoltert wird.
Nein, eigentlich geht bei Evil der ganze Horror vom Kopf aus, es wird kaum was detailliert oder so brutal beschrieben wie bei den Beute-Romanen. Sonst hätte ich es auch nicht ausgehalten Wink

Von Richard Laymon würde ich eher abraten. Dagegen ist selbst Jack Ketchum ein anspruchsvoller Autor.
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« Antworten #13 am: 04.Januar 2011, 12:09 »

Feuchtgebiete von Charlotte Roche. Ich mag die Autorin echt gern, alleine schon wegen der VIVA 2 Zeit, aber das Buch ist furchtbar. Ich fand es noch nicht mal so besonders abstoßend widerlich, wie alle Leute immer gesagt haben (aber ich bin von Chuck, Ellis usw. ja auch teilweise einiges gewohnt^^). Bloß ist auf den ersten 110 Seiten nix passiert, außer das man weiß das die Protagonistin auf Körpersäfte steht und welche Sexualpraktiken ihr liegen. Fazit: schockierend für den durchschnitts Bild-Leser, cool für Teenies zwischen mittlerer Reife und Abitur, viel Publicity durch den Namen von Roche. Ohne den Namen hätte auch kaum einer das Buch gekauft.

Was mir noch spontan in den Sinn kommt: Seelenficker von wem auch immer, absoluter Bullshit, wenn das autentisch sein soll, ist Independence Day eine Dokumentation. Lieber noch mal "Wir Kinder vom Bahnhof-Zoo" lesen.

Ebenso furchtbar war Bad Monkeys von Matt Ruff. Fängt interessant an, wird immer abgedrehter und ergibt im Verlauf immer weniger Sinn. Obwohl der Stil interessant ist (das Buch ist als Dialog geschrieben und beinhaltet hauptsächlich das Gespräch der Protagonisitin im einem Gefängnispsychiater) und der Leser sich selbst überlegen muss, was sich die Hauptperson ausdenkt bzw. was Psychose ist und was Realität, kann das Buch mich nicht überzeugen. Das Vielleicht habe ich es einfach nicht verstanden, aber ich denke es ist einfach nur hirnlos... Wie rezensierte jemand so schön auf Amazon:

Zitat
Eine Geschichte, die perfekt anfängt, ausgeklügelt bis ins letzte Detail ist, keine Zweifel offen lässt und den Leser so an der Nase herumführt, dass es eine wahre Freude ist, solch eine Geschichte absolut zu vermasseln, dazu gehört auch Talent.
« Letzte Änderung: 04.Januar 2011, 12:26 von inferninho » Gespeichert

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MustrumRidcully
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« Antworten #14 am: 11.Februar 2011, 23:38 »


Was mir noch spontan in den Sinn kommt: Seelenficker von wem auch immer, absoluter Bullshit, wenn das autentisch sein soll, ist Independence Day eine Dokumentation. Lieber noch mal "Wir Kinder vom Bahnhof-Zoo" lesen.


Ich glaub, die Autoren heißt Natascha. Ansonsten? Es ist bei uBooks erschienen. Das sagt schon alles. Smiley
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